Der richtige Abschluss – Welche Qualifikationen sind für Arbeitgeber relevant?

Abschlussprüfung

Um eine Bewerbung vorzubereiten, ist es wichtig, alle Unterlagen sorgfältig zusammenzustellen. Der Arbeitgeber interessiert sich vor allem für den letzten und höchsten Schul- bzw. Studienabschluss. Das Zeugnis hierzu sollten Sie an Ihre Bewerbungsunterlagen anhängen.

Haben Sie zum Beispiel ein Studium abgeschlossen, müssen Sie Ihrer Bewerbung kein Abiturzeugnis beifügen. Die abgeschlossene Hochschulreife ist Voraussetzung, um ein Studium beginnen zu können. Es genügt also, wenn Sie Ihr Bachelor- oder Masterzeugnis verschicken.

Bewerben Sie sich um eine Arbeitsstelle, legen Sie der Bewerbung Ihre Arbeitszeugnisse bei. Auch hier sollten Sie den letzten Schul- oder Studienabschluss beifügen, um zu belegen, in welchen Bereichen Sie sich qualifiziert haben.

Wie wichtig ist der Abschluss für die Bewerbung und den Job?

Eine Stelle, auf die Sie sich bewerben, setzt gewisse Anforderungen an die Schul- oder Berufsausbildung voraus. Mit einem erfolgreichen Abschluss können Sie punkten: Der potenzielle Arbeitgeber wird Sie in die engere Auswahl nehmen.

Für die Bewerbung sollten etwa 60 bis 80 Prozent der – in der Stellenanzeige – geforderten Voraussetzungen erfüllt sein. Dann stehen Ihre Chancen, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden, wesentlich höher.

Haben Sie einen Job gesehen, für den Sie Feuer und Flamme sind? Jedoch erfüllen Sie die Anforderungen nicht vollständig? Kein Grund zum Verzweifeln: Viele Menschen können praktische Qualifikationen vorweisen, die sehr eng mit der Stellenausschreibung zusammenhängen. Möglicherweise haben Sie schon Angehörige gepflegt und streben nun eine Ausbildung als Pflegekraft an. Das sind perfekte Voraussetzungen, denn Sie sind Expertin und wissen, wie viel Kraft es benötigt, sich um Menschen zu kümmern.

Um nicht enttäuscht zu werden, sollten Sie vermeiden, sich auf Jobs zu bewerben, für die Sie keinerlei Qualifikationen mitbringen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, rufen Sie den potenziellen Arbeitgeber an und fragen Sie nach. Stellen Sie sich darauf ein, dass ein solches Telefonat wie ein Vorstellungsgespräch vor dem eigentlichen Gespräch abläuft. Bereiten Sie sich gut darauf vor: Legen Sie sich Argumente zurecht, die belegen, dass Ihre Qualifikationen annähernd so gut oder besser sind, als die in der Stellenausschreibung geforderten.

Wie stehen die Chancen bei einer Bewerbung ohne Abschluss?

Es gibt Menschen, die in einem theoriebehafteten Lernsystem wie der Schule schlecht zurechtkommen. Dafür sind sie praktisch interessiert und ambitioniert. Unsere Gesellschaft ist hoch entwickelt, es gibt viele schlaue Köpfe. An Fachkräften, die körperlich arbeiten und sich handwerklich begeistern, mangelt es jedoch.

Sind Sie ein solcher Mensch? Dann sollten Sie in jedem Fall versuchen, den für Sie bestmöglichen Schulabschluss anzustreben. Ein Schulabschluss verschafft Ihnen eine bessere Auswahl auf dem Arbeitsmarkt und einen höheren Wert. Mit einem Abschlusszeugnis können Sie sich bei Ausbildern bewerben. Heutzutage werden in Handwerksbetrieben händeringend Nachwuchskräfte gesucht. Beachten Sie, dass auch dort Qualifikationen vorausgesetzt werden: Pünktlichkeit, Verlässlichkeit, Lernbereitschaft und Interesse für neue Aufgaben sind Eigenschaften, die selbstverständlich sein sollten.

Fazit

Mit einem Bildungs- oder Ausbildungsabschluss haben Sie wesentlich höhere Chancen, Ihren Traumberuf zu bekommen. Aber nicht jeder Abschluss passt zu jedem Vorhaben: Die Voraussetzungen aus der Stellenanzeige sollten Sie zum größten Teil erfüllen.

Wenn Sie keinen Abschluss haben, können Sie vielleicht mit anderen Qualifikationen trumpfen. Es gibt in jedem Fall tolle Ausbildungsberufe z. B. in Handwerksbetrieben, in denen neue Mitarbeiter dringend gesucht werden.

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